Störungen der Schluckfunktionen

Die Ursachen möglicher Schluckstörungen sind sehr vielfältig und werden unterschieden in:

  1. organische Schluckstörungen
    • wie angeborene Fehlbildungen (Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder  Halsfisteln)
    • Tumoren des Mund-Rachenraumes
    • entzündliche Prozesse des Mund-Rachenraumes wie Herpes Zoster  oder Tonsillitis
    • Erkrankungen der Speiseröhre
  2. neurologisch bedingte Schluckstörungen
    • Schlaganfall oder Infarkt
    • Hirnblutungen
    • Schädel-Hirn-Trauma
    • Multiple Sklerose, Morbus Parkinson
    • Hirntumoren
    • Entzündungen des zentralen Nervensystems
  3. Erkrankungen der Muskulatur
    • Muskeldystrophien
    • Therapie von Schluckstörungen

Die Therapie beruht auf 4 Säulen:

  • 1. Therapie der Grunderkrankung
  • 2. logopädische Therapie nach dem F.O.T.T. Konzept
  • 3. Modifikation der Nahrung
  • 4. Sondenernährung

In der logopädischen Therapie wird versucht, die verloren gegangenen Funktionen des Schluckaktes wiederzugewinnen, bzw. bestehende Störungen zu verbessern. Grundlage hierfür ist eine genaue Analyse von Atmung, Stimme, orofazialer Muskulatur und des Schluckvorganges.
Die eigentliche Therapie umfasst die Herstellung einer physiologischen Ausgangsstellung, Training funktioneller Grundlagen, wie richtige Atmung und Provokation von Schutzreflexen, wie z.B. Husten, Stimulationstechniken und das Erarbeiten von Schlucktechniken. Hinzu kommt das Anpassen der Nahrungskonsistenz an die Stufe der Schluckfähigkeit des Patienten.